Aktuelles

25. August 2026 – Das Team an der RWTH Aachen sucht Verstärkung und bietet eine Promotionsmöglichkeit!

Im Rahmen des Promotionsprojekts ist eine wissenschaftsphilosophische Qualifikationsarbeit zur Entstehung und Verwendung von Simulationssoftware in der Meteorologie in Deutschland im Zeitraum von 1950 bis 1990 zu verfassen.

Mehr Informationen unter https://www.rwth-aachen.de/go/id/kbag/file/V000011373/

17. Dezember 2026 – Andrea Reichenberger / Stefan Esselborn: Mathematische Software als Gegenstand digitaler Edition. Geschichte, Philosophie und Praxis

AG Philosophie und Geschichte der Mathematik der Universität Siegen
Ort: Emmy-Noether-Campus / Walter-Flex-Str. 3 / 57072 Siegen / Raum: EN B-228
10 – 12 Uhr

24. November 2026 – Andrea Reichenberger / Stefan Esselborn: Code-Geschichte(n): Das Akademienprojekt „Edition wissenschaftliche Software“ (EWS)

Vortrag im Rahmen „AK Forschung“ am Forschungsinstitut Deutsches Museum München
Ort: Seminarraum Forschung 1, Bibliotheksbau, Forschungsinstitut Deutsches Museum München
14 Uhr

31. August – 04. September – Ulf Hashagen / Andrea Reichenberger: Fachvorträge auf der TUM-IAS Summer School 2026: Limits of Artificial Intelligence

03. Juni 2026 – Gabriele Gramelsberger / Ricky Wichum / Jacob Benz: Projektvorstellung auf dem Netzwerktreffen Akademienprogramm

Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf

20. Mai 2026 – Gabriele Gramelsberger: Vortrag Save the Code! Wie lässt sich historische Software erforschen? – Ein Werkstattbericht, Offenes Forschungskolloquium Digital History Berlin

20. Dezember 2025 – Carsten Reinhardt: Interview IT-Geschichte: Die Edition Wissenschaftliche Software im Deutschlandfunk

15. – 16. Februar 2027 – Workshop Softwaregeschichte des High-Performance Computing, Gemeinsamer Workshop des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart und des EWS-Projekts am HLRS Stuttgart

© Johns Hopkins University Press

Vom Aachener Arbeitsstellenleiter, Dr. Ricky Wichum, ist in der Zeitschrift Technology and Culture ein Review zu Just Code: Power, Inequality, and the Political Economy of IT (hrsg. von Jeffrey R. Yost und Gerardo Con Díaz) erschienen:

Wichum, Ricky (2026): Just Code: Power, Inequality, and the Political Economy of IT ed. by Jeffrey R. Yost and Gerardo Con Díaz (review). Technology and Culture 67(3): 1023–24.

© Brill mentis, CC BY-NC-ND 4.0

Die Aachener Leiterin des Projekt, Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger, ist Mitherausgeberin des neuen Sammelbands Digitale Aufklärung:

Brauchen wir eine digitale Aufklärung? Am Übergang von der Kulturtechnik der skripturalen zu einer digitalen Literalität, in der eine „Lesbarkeit der Welt“ der Maschinenlesbarkeit des Datenuniversums weicht, stellt sich diese Frage akut, ebenso, wie diese aussehen könnte.

Der vorliegende Band sammelt erste Resultate der philosophischen Digitalitätsforschung zu diesem Thema, die aus der gemeinsamen Tagung der AG Digitalitätsforschung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) mit dem Käte Hamburger Kolleg „Cultures of Research“ (c:o/re) vom 15. bis 17. April 2025 an der RWTH Aachen hervorgegangen sind.

Schröter, Christian, Jonathan Geiger, und Gabriele Gramelsberger, hrsg. (2026): Digitale Aufklärung: Grundfragen unseres Verhältnisses zum Digitalen. Paderborn: Brill mentis.

20. Juli 2026

© Brill Schöningh, CC BY-NC-ND 4.0

Das neue Buch des Aachener Arbeitsstellenleiters Dr. Ricky Wichum ist veröffentlicht:

Die technikhistorische Studie zum Strukturwandel des staatlichen Handelns in der Schweiz rekonstruiert, wie der Einsatz von Computern und Datenbanken in den Verwaltungen seit 1960 neue politische Handlungsmöglichkeiten eröffnete und zugleich die Komplexität des Verwaltungshandelns erheblich steigerte.

Ricky Wichum untersucht fünf Aushandlungszonen der staatlichen Informatik – Time-Sharing, Einwohnerdatenbanken, Information, AHV-Nummer und Datenschutz –, in denen an einer rechnergestützten Verwaltungswirklichkeit gearbeitet wurde. Im Mittelpunkt steht die Informatikforschung der ETH Zürich, die sich in den 1970er Jahren als wissenschaftliche Disziplin etablierte und ihre Expertise in die Problemlagen der digitalen Verwaltung einbrachte. Sie orientierte ihr Computerwissen an der Tradition bürokratischer Datenverarbeitung und experimentierte mit dem Föderalismus als Ordnungsmodell für vernetzte Datenbanken, um die Autonomie digitaler Systeme und ihrer Nutzer zu steigern.

Wichum, Ricky (2026): Die Datenverarbeitung der Schweiz: Zur Informatik der staatlichen Verwaltung, 1960-1986. Paderborn: Brill Schöningh.

© Springer Nature

Der Münchner Leiter des Projekts, PD Dr. Ulf Hashagen, ist Mitherausgeber des 2025 erschienen Sammelbandes Algorithmische Wissenskulturen:

Obwohl es längst zu einem Allgemeinplatz geworden ist, dass der Computer die Wissenschaften revolutioniert hat, ist dieser für die Entwicklung von Wissenschaft und Technik grundlegende Prozess wissenschaftshistorisch bisher kaum untersucht worden.

In diesem Buch wird anhand von Fallstudien analysiert, welchen Unterschied der Einsatz von Computern für die Wissenschaftspraxis und das Agenda-Setting in unterschiedlichen Disziplinen machte und wie der Einsatz von algorithmischen Methoden das wissenschaftliche und technische Handeln veränderte. Dass (soziale) Netzwerke zwischen WissenschaftlerInnen, ihren Untersuchungsobjekten, Computern, Software und dem „Computer-Personal“ eine herausragende Bedeutung für die „Algorithmisierung“ der Wissenschaft besaßen, ist die grundlegende These. Die Fallstudien zeigen, wie unterschiedlich dieser Prozess in verschiedenen Wissenschaften und Ländern verlief und dass die Computer-Revolution keineswegs überall ein und dieselbe war.

Hashagen, Ulf, und Rudolf Seising, hrsg. (2025): Algorithmische Wissenskulturen: Der Einfluss des Computers auf die Wissenschaftsentwicklung. Wiesbaden: Springer Fachmedien.