Vorträge & Medienauftritte
03. Juni 2026 – Gabriele Gramelsberger / Ricky Wichum / Jacob Benz: Projektvorstellung auf dem Netzwerktreffen Akademienprogramm an der Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf
20. Mai 2026 – Gabriele Gramelsberger: Vortrag Save the Code! Wie lässt sich historische Software erforschen? – Ein Werkstattbericht, Offenes Forschungskolloquium Digital History Berlin
20. Dezember 2025 – Carsten Reinhardt: Interview IT-Geschichte: Die Edition Wissenschaftliche Software im Deutschlandfunk
Veranstaltungen & Workshops
15. – 16. Februar 2027 – Workshop Softwaregeschichte des High-Performance Computing, Gemeinsamer Workshop des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart und des EWS-Projekts am HLRS Stuttgart
Aktuelle Publikationen aus dem Team
31. Juli 2026

Die Aachener Leiterin des Projekt, Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger, ist Mitherausgeberin des neuen Sammelbands Digitale Aufklärung:
Brauchen wir eine digitale Aufklärung? Am Übergang von der Kulturtechnik der skripturalen zu einer digitalen Literalität, in der eine „Lesbarkeit der Welt“ der Maschinenlesbarkeit des Datenuniversums weicht, stellt sich diese Frage akut, ebenso, wie diese aussehen könnte. Der vorliegende Band sammelt erste Resultate der philosophischen Digitalitätsforschung zu diesem Thema, die aus der gemeinsamen Tagung der AG Digitalitätsforschung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) mit dem Käte Hamburger Kolleg „Cultures of Research“ (c:o/re) vom 15. bis 17. April 2025 an der RWTH Aachen hervorgegangen sind.

Das neue Buch des Aachener Arbeitsstellenleiters Dr. Ricky Wichum ist veröffentlicht:
Die technikhistorische Studie zum Strukturwandel des staatlichen Handelns in der Schweiz rekonstruiert, wie der Einsatz von Computern und Datenbanken in den Verwaltungen seit 1960 neue politische Handlungsmöglichkeiten eröffnete und zugleich die Komplexität des Verwaltungshandelns erheblich steigerte. Ricky Wichum untersucht fünf Aushandlungszonen der staatlichen Informatik – Time-Sharing, Einwohnerdatenbanken, Information, AHV-Nummer und Datenschutz –, in denen an einer rechnergestützten Verwaltungswirklichkeit gearbeitet wurde. Im Mittelpunkt steht die Informatikforschung der ETH Zürich, die sich in den 1970er Jahren als wissenschaftliche Disziplin etablierte und ihre Expertise in die Problemlagen der digitalen Verwaltung einbrachte. Sie orientierte ihr Computerwissen an der Tradition bürokratischer Datenverarbeitung und experimentierte mit dem Föderalismus als Ordnungsmodell für vernetzte Datenbanken, um die Autonomie digitaler Systeme und ihrer Nutzer zu steigern.
27. Juli 2026

Der Münchner Leiter des Projekts, PD Dr. Ulf Hashagen, ist Mitherausgeber des 2025 erschienen Sammelbandes Algorithmische Wissenskulturen:
Obwohl es längst zu einem Allgemeinplatz geworden ist, dass der Computer die Wissenschaften revolutioniert hat, ist dieser für die Entwicklung von Wissenschaft und Technik grundlegende Prozess wissenschaftshistorisch bisher kaum untersucht worden. In diesem Buch wird anhand von Fallstudien analysiert, welchen Unterschied der Einsatz von Computern für die Wissenschaftspraxis und das Agenda-Setting in unterschiedlichen Disziplinen machte und wie der Einsatz von algorithmischen Methoden das wissenschaftliche und technische Handeln veränderte. Dass (soziale) Netzwerke zwischen WissenschaftlerInnen, ihren Untersuchungsobjekten, Computern, Software und dem „Computer-Personal“ eine herausragende Bedeutung für die „Algorithmisierung“ der Wissenschaft besaßen, ist die grundlegende These. Die Fallstudien zeigen, wie unterschiedlich dieser Prozess in verschiedenen Wissenschaften und Ländern verlief und dass die Computer-Revolution keineswegs überall ein und dieselbe war.